Die Tagung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich freue mich, Euch mit diesem Programm zur Jahrestagung 2016 ein vielseitiges Spektrum gestalttherapeutischer Arbeit präsentieren zu können.

Gestalttherapie - Gesundheit und Lebensqualität in Zeiten des Wandels.

Das Thema wird im Rahmen der Tagung aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Es finden sich u.a. Beiträge aus dem Wirtschafts- und Arbeitsleben, den persönlichen Bereichen von Beziehung und Partnerschaft, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie zu den Themen Stress und Umwelt. Und wir finden auch Beiträge zum Umgang mit Trauma und Kriegstraumata.

Zeiten des Wandels: Wandel von Normen, Wandel von Leitbildern, Wandel von Krankheitsbildern... Wie kann der Gestaltansatz mit seinen Konzepten, Vorgehensweisen und Werten beitragen zu nachhaltiger Gesundheit und Lebensqualität in Zeiten des Wandels?

Ich möchte kurz einen Blick auf das Wort „Wandel“ und seine
Bedeutungen richten.

So gibt es die Bedeutung
· des Sichwandelns (z.B. den Lebenswandel)
· den politischen, sozialen, technologischen, demographischen Wandel
· Bedeutungswandel
· Klimawandel etc.

Alle diese Begriffe beinhalten den Vorgang der Veränderung und Entwicklung. Und wir kennen Begriffe wie
· Wandelhalle
· man wandelt im Park oder auf der Promenade.

Hier wird Bewegung beschrieben! Und Bewegung ist es, was in Zeiten des Wandels geschieht und zu Veränderungen führt. So sei auch ein Blick zurück gestattet in die Geschichte der Gestalttherapie.
In Pforzheim stand die Wiege von Laura Perls und hier ist sie auch zusammen mit Fritz Perls auf dem jüdischen Friedhof bestattet. Wir werden im Rahmen dieser Tagung auch einen Blick in die Tagebücher von Laura Perls werfen dürfen und so einen Teil ihres Entwicklungsprozesses nachverfolgen können. Und wir werfen einen Blick zurück und nach vorn im Jubiläumsjahr 65 Jahre Gestalttherapie und 30 Jahre DVG:

· Wie hat sich Gestalttherapie gewandelt in den Jahren ihres Bestehens?
· Welche Konzepte werden gerade jetzt hochaktuell, welche haben nicht mehr die Bedeutung, die sie in einem anderen historischen Kontext hatten?
· Was sehen wir heute anders als die Gründungsväter und -mütter?
· Welche Veränderungen braucht die DVG, um den Gestaltansatz weiterhin erfolgreich vertreten zu können?

Darüber hinaus begrüßen wir Gäste aus dem Kollegen- und Kolleginnenkreis der unter dem Dach der AGHPT vertretenen Methoden.

Ich hoffe nun, dass recht viele von Euch hier Anregungen finden
und den Austausch suchen. Wir laden Sie/Euch ein, im Rahmen der Tagung nach Antworten zu suchen, Fragen zu stellen und neue Wege zu erkunden.

Mit kollegialem Gruß,

Sibylle Ahlbrecht
DVG-Vorstand / Tagungsorganisation